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Gewerbegebiet Artur Braun erinnert an einen großen Unternehmer

Procter & Gamble mit der Braun GmbH, NGK Europe, Nichia, KIA, Allgeier ES, Behlke Power Electronics, Marktex, Merca Leasing, Avalon Premium Cars, Spielmanns – die Liste der namhaften und erfolgreichen Unternehmen, die im Kronberger Süden beheimatet sind, ist groß und ließe sich ewig fortsetzten. Diese Unternehmen eint, dass Sie alle in einem Gewerbegebiet südlich der L3015 und östlich der L3005 ansässig sind, ein Areal, das bislang namenlos war.

 

Dies gehört nun der Vergangenheit an. In Erinnerung und als Zeichen der Wertschätzung an den großen Unternehmer Artur Braun hat die Stadt Kronberg im Taunus entschieden, dem Gebiet den Namen „Artur Braun“ zu geben.

 

Die Beschilderung „Gewerbegebiet Artur Braun“ wurde am Sonntag, 5. November 2017, freigegeben - im Beisein offizieller Vertreterinnen und Vertreter, darunter Elfie Braun, die Witwe Artur Brauns, und dessen Sohn Thomas sowie der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Braun GmbH, Bernhard Wild.

 

Kronbergs Bürgermeister Klaus Temmen, der die Beschilderung enthüllte, betonte, dass es der Stadt „eine große Freude und ein großes Bedürfnis“ sei, das Gebiet nach Artur Braun zu benennen. „Wir sind stolz, dass es Menschen wie Artur Braun gab, Persönlichkeiten mit großartigem Unternehmergeist und Visionen, Menschen, die die Entwicklung unserer Stadt maßgeblich und positiv vorangebracht haben. Mit der Namensgebung machen wir den Namen Artur Braun weiterhin und täglich sichtbar“, so Temmen weiter.

 

Der Kronberger Bürgermeister dankte der Familie Braun für ihr unternehmerisches Wirken in Kronberg im Taunus: „Die Marke Braun genießt Weltruf. Das legendäre Braun-Design war und ist stilbildend. Es ist allen voran Artur Braun zu verdanken, dass die Firma Braun sich in den 1950er Jahren bei der Standortsuche für Kronberg im Taunus entschieden hat. Heute zählt Kronberg im Taunus zu den gefragtesten Gewerbestandorten, was letztlich auch dem Schaffen von Artur Braun zu verdanken ist. Diese Unternehmensansiedlung war quasi die Initialzündung für den Gewerbestandort Kronberg im Taunus.“

 

Auch wenn die Braun AG 1967 an das US-amerikanische Unternehmen Gillette verkauft wurde, das seinerseits 2005 vom US-Konzern Procter & Gamble übernommen wurde, zu dem die Braun GmbH seither gehört, ist der Name Braun nach wie vor eng mit Kronberg im Taunus verbunden.

 

Temmen: „Als die Familie Braun mit der Bitte an die Stadt herantrat, im Stadtbild an Artur Braun zu erinnern, war nichts naheliegender, als jenes Gebiet nach ihm zu benennen, dessen wirtschaftlicher Aufschwung ganz maßgeblich mit der Firma Braun verbunden ist. Damit geben wir dem Gebiet nicht nur einen Namen, sondern auch ein Gesicht, wie es besser nicht sein könnte.“

 

Der Sohn von Artur Braun, Dr. Thomas Braun, erinnerte an die Erfolgsgeschichte der Firma Braun, angefangen mit Max Braun, dem der Aufstieg vom Sohn ostpreußischer Bauern zum Industriellen gelang. Nach seinem frühen Tod 1951 entwickelten seine Söhne Artur und Erwin das Unternehmen Braun weiter. „Die Marke Braun steht für gute Formgestaltung und Qualität. Das Braun-Design spiegelt eine Geisteshaltung wieder, die ihren Ausdruck in Ästhetik, Klarheit und Avantgarde findet.“

 

Erwin Braun als Ideengeber für eine völlig neue Formgebung und Artur Braun als Techniker, begnadeter Entwickler und Konstrukteur, ergänzten einander. „Mein Vater hat immer wieder betont, dass es sich beim Unternehmenserfolg um eine Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten gehandelt hat. Als bescheidener Mensch wollte er nicht aus dieser Gemeinschaft herausragen. Dass die Stadt Kronberg im Taunus nun das Wirken meines Vaters mit der Benennung dieses Gewerbegebietes nach ihm würdigt, erfüllt meine Mutter und mich mit Stolz“, so Dr. Thomas Braun.

 

Stefan Schamberg, Geschäftsführer der Procter & Gamble Services GmbH, freut sich über die Namensgebung: „Braun ist eine führende Marke im Procter & Gamble-Konzern und ich habe die große Freude, als Entwicklungschef und Ingenieur die Tradition von Artur Braun fortzuführen, denn Artur Braun war als Ingenieur und Unternehmer an unzähligen Produkt-Entwicklungen maßgeblich beteiligt. Bereits 1951 übernahmen der 26 Jahre alte Artur und sein vier Jahre älterer Bruder Erwin die Leitung des 1921 von Max Braun in Frankfurt gegründeten Unternehmens, das nunmehr seit 1964 in Kronberg beheimatet, und mit der Stadt Kronberg eng verbunden ist.“

 

Aus dem Unternehmen, das nach dem Krieg gerade einmal 150 Menschen beschäftigte, so Schamberg weiter, schmiedeten die Brüder Braun einen Konzern mit hohem sozialen Engagement, der tausende Mitarbeiter beschäftigte. „Es erfüllt mich daher persönlich mit großer Freude und Stolz, dass die Stadt Kronberg sich bei der Namensfindung für das dieses Gewerbegebiet für ,Artur Braun‘ entschieden hat. Ich danke allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben.“

 

 

Das Gewerbegebiet Artur Braun hat insgesamt drei Zufahrten:

 

Zufahrt I: Am Auernberg
Zufahrt II: Westerbachstraße/Westerbachcenter/Palais Kronberg
Zufahrt III: Eschborner Straße

 

Dazwischen liegt die Großeinfahrt von Procter & Gamble als eigenständige Unternehmenszufahrt.

 

In einem zweiten Schritt plant die Stadt eine weitergehende Beschilderung, die auf die einzelnen im Gewerbegebiet Artur Braun ansässigen Unternehmen hinweist. Hier bedarf es noch der Abstimmung baurechtlicher Fragen.

 

Stadtverwaltung Kronberg im Taunus

i.A.

 

Andreas Bloching

 
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Bürgermeister Klaus Temmen und Stadtverordnetenvorsteher Andreas Knoche enthüllen gemeinsam mit der Familie Braun eines der Schilder, die auf das Gewerbegebiet Artur Braun hinweisen.