Wiedereinführung eines Sirenennetzes denkbar 


Die Stadt Kronberg im Taunus dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Feedback zum heutigen bundesweiten Warntag.

Aufgrund von Fragen und Anmerkungen möchten wir nochmals auf den Sinn, den Zweck und das Ziel des ersten bundesweiten Warntags hinweisen.

Der bundesweite Warntag und die Probewarnung haben zum Ziel, die Bürgerinnen und Bürger für das Thema Warnung der Bevölkerung zu sensibilisieren, Funktion und Ablauf der Warnung besser verständlich zu machen und auf die verfügbaren Warnmittel aufmerksam zu machen. Der bundesweite Warntag will dazu beitragen, das allgemeine Wissen um die Warnung in Notlagen zu erhöhen und damit die Selbstschutzfähigkeit zu unterstützen.

Die Stadt Kronberg im Taunus hatte dazu heute auf verschiedenen Kanälen (u.a. Webseite, Citynfo, Facebook) informiert. Vorab waren auch Ankündigungen und Erläuterungen zum bundesweiten Warntag in der örtlichen und regionalen Presse erschienen.

Warn-Apps, wie beispielsweise „hessenWARN“ und „NINA“ von Land und Bund, werden von den zuständigen Behörden verwaltet und von dort gesteuert.

Gemeinsam mit der städtischen Ordnungspolizei und den Feuerwehren Feuerwehr Kronberg und Feuerwehr Oberhöchstadt hat die Stadt am 10.09.2020 an drei zentralen Stellen im Stadtgebiet (Dalles, Ernst-Schneider-Platz und Berliner Platz) und im von Bund und Land dafür vorgeschriebenen Zeitraum 11.00-11.20 Uhr und auf diese Bereiche begrenzt mit Durchsagen zum bundesweiten Warntag informiert. Dort wurden auch der Warnsirenenton und der Entwarnungston simuliert.

Die Stadt Kronberg im Taunus besitzt, wie viele andere Kommunen, kein aktives Sirenennetz im Stadtgebiet mehr, denn das bundesweite Warnnetz wurde vor rund 30 Jahren flächendeckend abgeschafft. Spätestens mit der Einführung der stillen Alarmierung im Bereich der Feuerwehr bestand dann keine Notwendigkeit mehr zur Vorhaltung von Sirenen.

Warnungen der Bevölkerung im Stadtgebiet werden deshalb vornehmlich mit mobilen, auf den Fahrzeugen von Ordnungspolizei und Feuerwehr montierten, Lautsprechern durchgeführt. Diese können stationär oder während des Fahrtbetriebs eingesetzt werden, um Gebietsweise gezielt warnen und informieren zu können.

Deshalb war schon vor dem bundesweiten Warntag klar, dass trotz der bestehenden Informationsquellen eine stadtweit hörbare Alarmierung nur mit einem flächendeckenden Sirenennetz möglich wäre.

Die Stadt Kronberg im Taunus wird sich daher im Sinne des nun wieder stärker in den Fokus geratenen Bevölkerungsschutzes mit der sukzessiven Wiedereinführung eines aktiven Sirenensystems im gesamten Stadtgebiet befassen.

Kronberg im Taunus, 10.09.2020