Oberhöchstadt: Umfangreiche Spielplatzsanierung ist abgeschlossen

Natur-Erlebnis-Spielgelände Friedensstraße eingeweiht


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Im Rahmen der Sanierung des bestehenden Spielplatzes in der Friedensstraße in Oberhöchstadt ist am Übergang zur freien Feldflur ein Natur-Erlebnis-Spielgelände entstanden, das auf rund 2200m² Gelände Natur-, Spiel- und Treffpunktelemente für Kin-der aus allen Altersgruppen sowie für Eltern bietet.

Das neue Natur-Erlebnis-Spielgelände wurde am Mittwoch, 26.05.2021, im Beisein von Kronbergs Bürgermeister Christoph König und Erstem Stadtrat Robert Siedler, Udo Keil (Vorsitzender Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt), Mitgliedern des Ortsbeirats Oberhöchstadt und Vertreterinnen aus dem Fachbereich Stadtentwicklung und Umwelt seiner Bestimmung übergeben.

„Kinder erleben und erfahren ihre Umwelt mit allen Sinnen. Sie brauchen für ihre Entwicklung anregende natürliche Umgebungen, die sie neugierig machen, in denen sie individuell lernen und Herausforderungen meistern können. Kinder haben heutzutage weniger Möglichkeiten als früher, solche wichtigen Erfahrungen unbeobachtet in der Natur zu machen. Es ist deshalb wichtig, ihnen solche Erfahrungen zu ermöglichen. Das Natur-Erlebnis-Spielgelände Friedensstraße bietet dies“, so Bürgermeister König.

Spielplätze, die als Natur-Erlebnis-Räume konzipiert sind, können Kindern vielfältige Möglichkeiten bieten ihren Bewegungsdrang auszuleben, mit Naturmaterialien zu experimentieren und Tiere und Pflanzen zu beobachten. Neben Spielgeräten zum Schaukeln, Klettern und Rutschen sind freie Flächen ohne vorgegebenen Verwendungszweck und frei verfügbare Naturmaterialien wichtige Bestandteile einer zeitgemäßen Spielplatzgestaltung. König: „Da für die Gestaltung dieser Grünflächen ausschließlich heimische Stauden, Sträucher und Bäume verwendet werden, wird den Kindern eine Vielfalt an Naturerfahrungen ermöglicht.“

Wie Erster Stadtrat und Planungsdezernent Robert Siedler betonte werden bei der Sanierung der Kronberger Spielplätze „prinzipiell Grundsätze der naturnahen Gestaltung berücksichtigt“. Siedler weiter: „Die Sanierung des Spielraums Victoriapark und die Neuanlage des Spielraums Amselweg sind bereits nach solchen Grundsätzen erfolgt. Der Spielplatz in der Friedensstraße ist damit der dritte naturnahe Spielraum in Kronberg.“

Natur-, Spiel und Treffpunktelemente

Alle bisher mit Geländern abgesperrten Hangbereiche sind nun bespielbar. So steht deutlich mehr Fläche für Spiel- und Bewegungsangebot zur Verfügung.
Natur-Erlebnis-Spielgelände verfügt über eine Felsenkletterwand, Hangrosten aus Eichenholz und eine Rutschbahn.


Durch zusätzlich modellierte Hügel ergibt sich eine vielgestaltige Spiellandschaft mit Wegen, Plätzen, Nischen und artenreicher Bepflanzung. Tritt- und Sprungsteine, Kletter- und Balancierbalken laden zum Ausprobieren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden ein.

Verschiedene Angebote zum Schaukeln sowie eine Holz- und Seilkletterlandschaft wurden in die Spiellandschaft integriert.

Das bestehende Wasser-Matsch-Gelände wurde erhalten und mit einer bespielbaren Einfassung aus Naturmaterialien ergänzt. Ein zusätzliches „trockenes“ Sandspielgelände mit Spielpodest und Einfassung aus Naturmaterialien für die ganz Kleinen wurde umgesetzt. Ein Spielhügel bietet eine kindgerechte Höhle und diverse Aufstiege zum Erkunden. Ruhe- und Sitzbereiche verteilen sich auf der ganzen Fläche und ein Tipi-Dorf mit Weidenzauneinfassung lädt zu kindgerechten Rollenspielen ein.


Die Bepflanzung: Ein Beitrag zur Förderung der Biodiversität

Gemäß dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von 2018 setzt sich die Stadt Kronberg im Taunus für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt ein. Die Liegenschaften der Stadt sind unter Beachtung der unten genannten Ziele zu gestalten und zu unterhalten:

·         Förderung der Artenvielfalt durch Extensivierung von bestehenden Grünflächen

·         Naturnahe Gestaltung von Freiflächen durch die Verwendung von heimischem Pflanz- und Saatgut (Regiosaatgut).

·         Erhalt und Förderung von Bäumen auf kommunalen Flächen mit dem Ziel wertvolle Lebensräume (Höhlenbäume) zu entwickeln.

Getreu dem Motto „Jeder Quadratmeter zählt“ hat die Stadt Kronberg im Taunus einen weiteren Beitrag zur Förderung der Biodiversität geleistet: Das Gelände ist ausschließlich mit heimischen Stauden, und Sträuchern bepflanzt. Magere Trockenstandorte und Schattenbeete mit Wildblumen und Kleingehölzen, strukturierende Trockenmauern, Wildblumenwiesen, Wildblumensäume und Blumenschotterrasen. Zusätzlich wurden zum Naschen Beeren- und Wildobst verwendet. Insgesamt wurden 45 verschiede Straucharten sowie 750 Wildstauden aus 95 Arten gepflanzt. Eine Vielzahl weiterer Arten sind im verwendeten Saatgut enthalten. Zusätzlich werden im Herbst frühblühende Zwiebeln- und Knollenblumen gesteckt.

„Der bestehende Baumbestand wurde so weit wie möglich geschont. Es wurden sechs neue Bäume gepflanzt“, berichtet Siedler.

Bürgermeister König und Erster Stadtrat Siedler dankten allen Beteiligten für Ihr Mitwirken an der Planung und Umsetzung des Projekts. Einen ganz besonderen Dank richtete König an die Rheinberger Stiftung für ihre großzügige Projekt-Spende in Höhe von 60.000 Euro.

Ortsvorsteherin Michaela Ambrosius und die vormalige Ortsvorsteherin Alexandra Sauber, beide in Oberhöchstadt aufgewachsen, lobten die Umsetzung des Projekts. Die Anregung des Ortsbeirats, noch ein Gestell für das Abstellen von Fahrrädern zu ergänzen, nahm die Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Umwelt, Sandra Poschmann, auf und deutete an, dies gerne noch zu berücksichtigen.

Fotos (Quelle Stadt Kronberg im Taunus:

-       Neu gestaltete Bereiche des Natur-Erlebnis-Spielgeländes Friedensstraße

-       Vertreter der Stadt Kronberg im Taunus und der städtischen Gremien bei der offiziellen Einweihung des Natur-Erlebnis-Spielgeländes Friedensstraße

 

Daten zum Projekt

Projektleitung: Umweltreferat Stadt Kronberg im Taunus (Birgit Frochte)
Planung: Dorothee Dernbach, Büdingen

Ausführende Firmen:
WISAG Garten- und Landschaftspflege GmbH & Co. KG, Frankfurt a.M.
FREIRAUM Konzepte; Neckarsulm
Stadtwerke Kronberg im Taunus

Gesamtkosten: 230.000 Euro
(davon Mittel der Rheinberger Stiftung: 60.000 Euro)

 

Kronberg im Taunus, den 26.05.2021