Kronberg reagiert auf Entwicklung der Corona-Pandemie 

Weihnachtsmärkte für 2021 abgesagt


Aktuelle Information der Stadt Kronberg im Taunus im Zuge der Entwicklungen um COVID-19:
(Sachstand: 23.11.2021, 15.00 Uhr) 

Diese Entscheidung hat der Magistrat in seiner Sitzung am Montagabend getroffen. Vorausgegangen waren auch intensive Gespräche und Beratungen der Stadtverwaltung mit dem Vereinsring Kronberg und dem Vereinsring Oberhöchstadt und dem Kreisgesundheitsamt, das angesichts weiter stark zunehmender Infektionszahlen und steigender Hospitalisierungsraten ausdrücklich dazu geraten hat, auf die Durchführung von Weihnachtsmärkten zu verzichten.

„Wir haben alles versucht und bis zuletzt gehofft, dass die Weihnachtsmärkte stattfinden können, aber die epidemische Lage, die ständig steigenden Infektionszahlen und sich fast täglich ändernden Rahmenbedingungen machen es nahezu unmöglich, einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten“, so Kronbergs Bürgermeister Christoph König.

Kronberg im Taunus folgt damit nahezu allen anderen Kommunen im Hochtaunuskreis, die ihre Weihnachtsmärkte ebenfalls abgesagt haben. „Ein Markt wäre nach aktueller Lage nur mit extrem teuren und auch personalaufwändigen Maßnahmen und Einschränkungen machbar, mit Absperrungen, einer lückenlosen Einlasskontrolle und dem Tragen von Masken, die man nur für die Einnahme von Speisen und Getränken absetzen darf. Das alles ist weit entfernt von einem unbeschwerten Weihnachtsmarkterlebnis“, betont König.

Zudem hatten in den letzten Tagen auch immer mehr Standbetreiber angekündigt, dem Markt aufgrund der weiter bundesweit steigenden Infektionszahlen fernbleiben zu wollen.

Bedauerlich ist die Absage insbesondere für die Vereine. „Unsere Weihnachtsmärkte stellen für viele Vereine eine wichtige Einnahmenquelle dar, die nun bereits das zweite Jahr in Folge wegbricht. Auch haben einige Vereine bereits Waren für den Markt gekauft“, weiß König.

Verzichten muss die Stadt auch auf den traditionellen Partnerschaftsabend am Vorabend des Kronberger Weihnachtsmarkts. König: „Es macht überhaupt keinen Sinn, unsere Freunde aus den Partnerstädten für einen Abend und ohne einen nachfolgenden Weihnachtsmarkt von weit her anreisen zu lassen. Auch in unseren Partnerstädten ist man angesichts der epidemischen Lage in Sorge und vorsichtig.“ Noch am Montagabend erreichte die Stadt Kronberg die Nachricht aus der italienischen Partnerstadt Porto Recanati, dass man aufgrund der Pandemielage auf eine Anreise verzichten wolle.

Bereits am Wochenende hatte das Schlosshotel Kronberg entschieden, seinen an allen vier Adventswochenenden geplanten Weihnachtsmarkt abzusagen.

Mit der Absage der Weihnachtsmärkte in Kronberg wird auch „RUDI Weihnachtsexpress“ als Verbindung zwischen den Weihnachtsmärkten in Kronberg und Königstein nicht zum Einsatz kommen. „Diese Entscheidung haben wir in enger Abstimmung mit der Stadt Königstein getroffen, die an ihrer Veranstaltung, mit einem kleineren Marktangebot an allen vier Adventswochenenden, festhält“, so Kronbergs Pressesprecher Andreas Bloching. Der RUDI-Shuttlebusverkehr mit dem historischen Schweizer Postbus ist Bestandteil eines interkommunalen Projekts beider Städte im Rahmen des Landesförderprogramms „Zukunft Innenstadt“. Es ist auch für die Weihnachtsmärkte 2022 und 2023 vorgesehen. Bloching: „Uns bleibt nur die Hoffnung, dass wir das Projekt in den kommenden beiden Jahren realisieren können.“

Wie die Stadt Kronberg im Taunus weiter mitteilt, werde man nun mit den Vereinen über die Möglichkeit sprechen, während der Adventszeit wenigstens einige wenige Einzelstände an ausgewählten Standorten zu ermöglichen. Bis zu 10 Buden insgesamt, so die Vorgabe des Magistrats, können bei entsprechender Nachfrage zugelassen werden.  

Die Stadt weist darauf hin, dass die Gastronomie im Rahmen von erteilten Sondernutzungen für den öffentlichen Bereich die Möglichkeit hat, Speisen und Getränke zum Mitnehmen anzubieten. Voraussetzung ist, dass die Hygiene- und Abstandsregelungen am Verkaufsstand eingehalten werden.

Das Kinderweihnachtskino der Stadt Kronberg im Taunus ist von der Absage der Weihnachtsmärkte nicht betroffen und wird wie geplant am kommenden Samstag, 27. November, starten. Im Kino Kronberger Lichtspiele gilt bereits die 2G-Regelung. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können als Nachweis aus das Schultestheft vorlegen, Kinder unter 6 Jahren und 6-Jährige bis zur Einschulung benötigen keinen Nachweis.

Kronbergs neuer Stadtmarketing-Leiter Matthias Greilach blickt nach vorne: „Für die Weihnachtsmärkte sind uns leider die Hände gebunden und der Schutz der Bürgerinnen und Bürger geht vor, doch im nächsten Jahr erwarten uns viele einzigartige Events und Veranstaltungen, die wir dann hoffentlich gemeinsam werden feiern können.“