Kronberg: Klaus Temmen verabschiedet – Christoph König begrüßt

Ein feierlicher Rahmen zum Bürgermeister-Stabwechsel


Nachdem die Maßnahmen und Einschränkungen, bedingt durch die Corona-Pandemie, zum Ende des Jahres 2020 keine Verabschiedungsfeier für Klaus Temmen und auch keine Feier zur Amtseinführung von Christoph König möglich machten, konnten die Feierlichkeiten nun, mit gut einem halben Jahr Verspätung doch noch nachgeholt werden. Den Rahmen dazu bot ein feierlicher Sommerempfang im Freien, auf und neben der Rathausterrasse, die eigens für die coronakonforme Veranstaltung entsprechend hergerichtet wurde.

Den feierlichen Sommerempfang umrahmten musikalische Violinen-Zwischenspiele durch das Duo Michelle Kolesnikov/Sophia Wohl und Musik-Stücke präsentiert von Teilen des Orchesters des Musik-Vereins Kronberg.

Aufgrund immer noch bestehender Corona-Maßnahmen hatte die Stadt die Gästeliste eingrenzen müssen, aber immerhin konnten rund 150 geladene Ehrengäste, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter Temmens und Königs, am Empfang teilnehmen, darunter Kolleginnen und Kollegen aus dem beruflichen Umfeld sowie Freunde und Bekannte aus Wirtschaft, Politik und Vereinswelt. Sie alle waren gekommen, um sich nochmals bei Temmen für seine Verdienste um die Stadt Kronberg im Taunus zu bedanken und König noch einmal alles Gute für seine Arbeit zu wünschen und ihm auch den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg zu geben. Viele hatten ihre Wünsche bereits Ende des vergangenen Jahres schriftlich übermittelt. Nun war doch noch Gelegenheit, dies im feierlichen Rahmen zu tun. 

Stadtverordnetenvorsteher Andreas Knoche begrüßte die Gäste ganz offiziell und blickte auf die insgesamt 12-jährige Amtszeit Temmens zurück, der zum 01.12.2008 das Bürgermeister-Amt angetreten hatte und zum 31.12.2020 aus dem Amt und nach zwei Amtsperioden ausgeschieden war.   

Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Juni 2008 kürten die Wählerinnen und Wähler Kronbergs mit 54,5 Prozent der Stimmen Klaus Temmen erstmals zum Bürgermeister der Stadt Kronberg im Taunus. „Dieses in Dich gesetzte Vertrauen hast Du mit Deiner erfolgreichen Arbeit als Bürgermeister in der Folgezeit gerechtfertigt, was die Wählerinnen und Wähler mit Deiner Wiederwahl und 77,7 Prozent an Ja-Stimmen goutierten. Niemand wollte es bei der Wahl am 25. Mai 2014 mit Dir aufnehmen, was auch als Zeichen der großen Zustimmung in der Bevölkerung für Deine Arbeit zu werten war“, so Knoche.

Nach 11 Jahren im Amt hatte sich Temmen entschieden der zweiten Amtszeit keine weitere mehr folgen zu lassen, nach reiflicher Überlegung und tat dies bereits ein Jahr vor dem Ende der Amtszeit kund, damit sich potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger rechtzeitig auf eine Kandidatur vorbereiten konnten. Knoche: „Auch das spricht für die Weitsicht, die Klaus Temmen immer hatte.“

Der Stadtverordnetenvorsteher lobte Temmen für das Erreichte: „Unter Deiner Ägide wurden zahlreiche Maßnahmen und Projekte wurden. Dazu zählen insbesondere die Reorganisation der Verwaltung, die Haushaltskonsolidierung und der Schuldenabbau, der Ausbau der Ü3- und U3-Betreuung sowie der Betreuungszentren und die Stärkung des Kulturstandorts Kronberg im Taunus. Maßgeblich eingesetzt hast Du Dich unter anderem auch für die Entwicklung der Baugebiete Haide Süd und Henker, den Bau moderner Sportanlagen für den EFC Kronberg und die SG Oberhöchstadt, den Erhalt und die Sanierung von Taunushalle und Haus Altkönig sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Kronberg im Taunus und vieles mehr.“

Dabei, so Knoche weiter, habe Temmen immer wieder betont, dass das Erreichen der Ziele und die Erfolge nur gemeinsam und im konstruktiven Miteinander, zwischen Haupt- und Ehrenamt, möglich gewesen seien. Knoche weiter: „Dass dies nicht immer einfach war und ist und viele Gespräche und auch viel Überzeugungsarbeit dazugehören, auch das sind wichtige Aufgaben und Anforderungen an einen Bürgermeister. Es ist Deinem Wirken und auch Deinem besonnenen Umgang mit den politischen Gremien und sicher auch Deiner Geduld zu verdanken, dass dabei am Ende doch fast immer eine gute Lösung zum Wohle der Stadt Kronberg im Taunus gefunden werden konnte. Auch dafür gebührt Dir unser aller Dank.“ Knoche sprach auch ganz persönliche Worte des Dankes an Temmen aus: „Ich danke Dir insbesondere für die hervorragende persönliche Zusammenarbeit. Diese war stets von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Auf Dein Wort konnte man sich immer verlassen.“

Worte des Dankes, des Lobes und der Wertschätzung überachten auch zahlreiche weitere Rednerinnen und Redner mit ihren Grußworten, darunter Landrat Ulrich Krebs, Dr. Jürgen Dieter (Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetags), Harald Semler (Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes), Dr. Michael Knoppik (Bürgermeister der Partnerstadt Ballenstedt) und Hans-Willi Schmidt als Vorsitzender des Vereinsrings Kronberg, stellvertretend für alle Vereine.

Immer wieder wurde deutlich, dass Klaus Temmen auch weit über die Grenzen Kronbergs hinaus Spuren hinterlassen hat, wirkte er doch dabei viele Jahre und in führenden Funktionen, darunter in der Gruppe der Parteiunabhängigen Bürgermeister Hessens und auch als Vize-Präsident des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. So setzte sich Temmen auch immer wieder für die Interessen der Kommunen auf Landesebene ein.

Als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung gab es reichlich Präsente, darunter etwa ein Feuerkorb mit den Wappen der vier Kronberger Partnerstädte. Die Partnerschaftsvereine überreichten eine Plakette, die bislang einen unter der Hilfe von Temmen in der französischen Partnerstadt Le Lavandou gepflanzten Apfelbaum zierte und auf der nun das Konterfei Temmens als „Maire d’Allemagne“ („Bürgermeister von Deutschland“) erscheint.

In seiner persönlichen Rede spielte Temmen schließlich den Ball des Dankes zurück und dankte wiederum selbst für die ihm entgegenbrachte Wertschätzung und Unterstützung in den vergangenen 12 Jahren seiner Amtszeit.

HIER GEHT ES ZUR REDE VON KLAUS TEMMEN

Das Schlusswort des gelungenen Abends blieb dem neuen Bürgermeister, Christoph König, vorbehalten. Dabei bedankte er sich insbesondere bei den Wählerinnen und Wählern für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Diese hatten König in der Bürgermeister-Stichwahl am 15.11.2020 mit 63,5 Prozent der Stimmen ins Amt gewählt. König: „Es ist mir eine Ehre und eine Verpflichtung“...

HIER GEHT ES ZUR REDE VON CHRISTOPH KÖNIG