Entschlammung steht an – Ansiedlung des Edelkrebses geplant

Strukturmaßnahmem am Schillerweiher 


Aufgrund der umfangreichen Arbeiten zur Offenlegung des Winkelbachs führt der Schillerweiher vorübergehend kein Wasser (wir berichteten). Diesen Umstand nutzt die Stadt für umfangreiche Strukturmaßnahmen am Schillerweiher.

Ab 13.06.2022 wird der Schillerweiher von Schlamm befreit. Diese Arbeiten nehmen voraussichtlich eine Woche in Anspruch. Der bei der Maßnahme anfallende Teichschlamm wird auf landwirtschaftlichen Flächen in Kronberg verwertet. Hier arbeitet die Stadt mit Ortslandwirten zusammen. Zusätzlich zur Entschlammung werden weitere Maßnahmen umgesetzt. Mit Hilfe von Steinschüttungen aus Taunusquarzit am Fuße des Ostufers und von Totholzeinbringungen in der nördlichen Flachwasserzone soll die Biodiversität des Schillerweihers gefördert werden. Auch werden Habitatmöglichkeiten geschaffen.

Möglich erscheint auch die Ansiedlung des gefährdeten heimischen europäischen Edelkrebses. Dies ist die Erkenntnis im Rahmen eines Ortstermins von Stadt, ASC Kronberg, Regierungspräsidiums Darmstadt, Obere Fischereibehörde und Verband hessischer Fischer. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Ausgangslage für eine Ansiedlung, bedingt durch das aktuell abgelassene Wasser und die bevorstehende Entschlammung, als „günstig“ anzusehen ist. „Die Eignung des Schillerweihers für ein solches Ansiedlungsprojekt ist gegeben“, freut sich Kronbergs Erster Stadtrat und Umweltdezernent Robert Siedler. „Edelkrebse könnten wir im kommenden Jahr im Rahmen eines Monitorings aus einem hessischen See beziehen und nach Kronberg bringen.“