NS-Zeit

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Bei der vorgezogenen Kommunalwahl im März 1933 wurde die NSDAP zur stärksten Fraktion in der Kronberger Stadtverordneten-Versammlung. Mit Wilhelm Schaub wurde ein Nationalsozialist als Bürgermeister eingesetzt. 
Als politische Gegner wurden auch Kronberger Kommunisten sofort verfolgt, ebenso wie Sozialdemokraten, von denen einige wegen verbotener politischer Aktivitäten 1935 verhaftet und zu Haftstrafen verurteilt wurden.
Verfolgt wurden auch die Kronberger jüdischen Glaubens oder die nach den NS-Rassegesetzen als Juden galten. Einige von Ihnen konnten auswandern. Durch die nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen kamen 14 Menschen aus Kronberg zu Tode oder wurden ermordet.

Während des Zeiten Weltkrieges mussten im Verlauf des Luftkrieges seit 1942 vor den Luftangriffen evakuierte oder ausgebombte Frankfurter unterbegracht werden. Teilbereiche Frankfurter Betriebe wurden nach Kronberg ausgelagert. Dort waren Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen eingesetzt, aber auch in Kronberger Haushalten oder landwirtschaftlichen Betrieben. Kronberg wurde von Luftangriffen getroffen, dabei wurde 1943 die Burgkapelle zerstört. In Kronberg und Oberhöchstadt kamen fast 30 Menschen durch Luftangriffe ums Leben. Über 400 Männer aus Kronberg, Schönberg und Oberhöchstadt starben als Soldaten.
Am 29. März 1945 besetzten amerikanische Streitkräfte Kronberg und Oberhöchstadt, am 2. April 1945 Schönberg.

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