Ehrenbürger der Stadt Kronberg im Taunus

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Die Verleihung von Ehrenbürgerschaften als Auszeichnung geht auf die Französische Revolution zurück. Ausländische Persönlichkeiten, die sich um Freiheit und Menschenrechte verdient gemacht hatten, wurden zum "bourgois honoraire", zum Franzosen ehrenhalber, ernannt. Diese Idee wurde von deutschen Städten übernommen, in denen von je her die Aufnahme als Bürger an Bedingungen und Verpflichtungen geknüpft war. Das Ehrenbürgerrecht wurde ohne Verpflichtung verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung, die eine Stadt vergeben kann. Seit 1850 wurden in Kronberg 25 Personen zu Ehrenbürgern ernannt.

  • Ehrenbürger im 19. Jahrhundert
  • Ehrenbürger 1901 - 1972
  • Ehrenbürger seit 1972
    • 1978 – Julius Hembus
    • 1980 – Helmut Bode
    • 1984 – Carl Neubronner
    • 1993 – Christa Jaenich
    • 2003 – Hanna Feldmann, geb Antoni
    • 2005 – Rudolf Möller
    • 2005 – Wolfgang Ronner
    • 2008 - Herbert Alsheimer

      Herbert Alsheimer

      Professor Dr. rer. pol.

      * Frankfurt am Main  4. Februar 1931
      † Kronberg-Oberhöchstadt 11. März 2013

      Herbert Alsheimer wuchs in Frankfurt am Main auf und studierte an der dortigen Universität Wirtschaftswissenschaften. 1966 ernannte ihn das Kultusministerium zum Direktor der Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule, 1970 wurde er Gründungsdekan des Fachbereichs Wirtschaft der Fachhochschule Frankfurt am Main und Professor für Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung. Von 1972 bis 1997 war er für die CDU Mitglied des Kreistages des Hochtaunuskreises, zeitweise als Vorsitzender des Schul- und des Haupt- und Finanzausschusses.

      1957 war er Bürger Oberhöchstadts geworden, zehn Jahre war er dort Vorsitzender des Pfarrausschusses der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus. Sein heimatkundliches Interesse führte zur Mitarbeit an der 1982 erschienenen Veröffentlichung zur Geschichte Oberhöchstadts und zur Herausgeberschaft der Festschrift für die Kirche St. Vitus 1998.

      Nach Veröffentlichungen zur wirtschaftspolitischen Entwicklung der Bundesrepublik, erschienen 2003 mit dem Buch "Der Vatikan in Kronberg" seine Forschungsergebnisse zur Geschichte der Apostolischen Mission im Nachkriegsdeutschland. Insbesondere für dieses Werk wurde ihm 2006 der Saalburgpreis des Hochtaunuskreises verliehen. Am 23. Oktober 2008 beschloss die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kronberg im Taunus, Professor Dr. Herbert Alsheimer für seine heimatkundlichen, kommunal- und hochschulpolitischen Arbeiten, vor allem aber sein hohes persönliches Engagement und seine persönliche Integrität mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Kronberg im Taunus auszuzeichnen. 

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