Rahmenplan Bahnhof Kronberg

Das Quartier am Bahnhof Kronberg ist eines der zentralen städtebaulichen Entwicklungsgebiete in Kronberg. Der Bereich um den S-Bahnhof Kronberg (Taunus) stellt sich heute als innerstädtische Brache und Verkehrsfläche dar, die in erster Linie dem Parken und der Unterbringung von technischen Anlagen dient. Seit über zehn Jahren existieren Planungen, diesen zentralen Bereich Kronbergs in seiner Gesamtheit den heutigen Anforderungen gemäß zu verändern und attraktiver zu machen. 

Mit dem im Jahre 2012 vorgestellten "Rahmenplan Bahnhof Kronberg" ist ein Steuerungsinstrument entstanden, das ein Gesamtkonzept für das Areal verfolgt. 

Der Rahmenplan sieht auf verschiedenen Teilflächen den Bau eines Hotels, eines Kammermusiksaales und eines Verwaltungs- und Studienzentrums der Kronberg Academy, Wohnbebauung und gewerbliche Nutzungen vor. Darüber hinaus sollen das Bahnhofsumfeld im Sinne der Verbesserung der Verkehrsstation zu einer zeitgemäßen Nahverkehrsdrehscheibe für Bahn, Bus und Rad neugestaltet und das Bahnhofsgebäude saniert werden. Hierin inbegriffen ist eine komplette Umgestaltung der Freiflächen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und der Verkehrssicherheit, zur Herstellung der Barrierefreiheit im Nahverkehr sowie zur Sicherstellung eines optimalen Betriebsablaufs. Bestandteil des Projektes ist auch die Offenlegung des bislang unterirdisch verlaufenden Winkelbachs vom Schillerweiher bis zur Mündung in den Westerbach.

Mit der Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Lokschuppens hat eine erste Aufwertung stattgefunden. 

Der Rahmenplanist unterteilt in sechs Baufelder:

      • Baufeld I: ehem. Lokschuppen
      • Baufeld II: Hotel, Kammermusiksaal, Studien- und Verwaltungszentrum der Kronberg Academy 
        • Baufeld IV: ehem. Empfangsgebäude des Kronberger Bahnhofes




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        05.06.2012 19:58
        Parkplatzangebot
        Was ist ein Bahnhof ohne Parkplätze? Durch den Wegfall von Parkplätzen durch den Lokschuppen hat der Parkplatz inkl. Parkdeck jetzt schon fast seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Die Verlagerung an den S-Bahn Halt Kronberg-Süd ist meines Erachtens keine Alternative, da dort ein "Riesenparkplatz" entstehen müßte und nicht zu vergessen die zusätzliche Verkehrsbelastung in Spitzenzeiten von jetzt schon verstopften Ausgangsstraßen. Das angedachte Konzept wird um so problematischer falls in nächster Zeit das Stadtbussystem - mit wie Gerüchte Weise zu hören war - nur noch einer stündlichen Anbindung an die S-Bahn; denn dann müßte konsequenterweise das kostenlose Parkplatzangebot am Bahnhof eher noch ausgeweitet als ausgedünnt werden. Will die Stadt Kronberg mittel- bis langfristig die S-Bahnanbindung von Kronberg-Zentrum nach Frankfurt gefährden? Eine Ausdünnung des Stadtbussystems mit einer gleichzeitigen Reduzierung des kostenlosen Parkplatzangebotes bietet den Bürgern von Kronberg immense Nachteile, die durch einen Hotel- und Büroneubau in keinster Weise ausgeglichen werden. Ohne eine vorherige und eingehende Bestandsaufnahme und Notwendigkeitsanalyse hinsichtlich der Parkplatzproblematik unter Einbezug der Weiterentwicklung des Stadtbussystems ist die städtebauliche Weiterentwicklung des Bahnhofsgeländes zum Scheitern verurteilt.
        09.03.2012 10:25
        Herr
        Warum bindet man den Bahnhof nicht durch eine Gleisverlängerung besser an den Berliner Platz an. Hier könnte das Stadtbussystem die weitere Beförderung gewährleisten.
        29.02.2012 09:07
        unterirdisch
        ich bestreite nicht das Bemühen der Planer ein realistisches Konzept zu präsentieren; interpretationsbedürftig ist allerdings der Begriff "umsetzungsorientiert". Mir fehlt für den Großen Wurf die geschilderte konstruktive und von gutem Willen getragene Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der seit vielen Jahren zu beobachtende Kleinkrieg spricht Bände.
        Es ist etwas zu einfach Ansprüche an die Stadt zu stellen, aber gleichzeitig den Bau eines kleinen Hotels, welches eine dringende Notwendigkeit für steuerzahlende Unternehmen ist, wenig sachorientiert zu bekämpfen.
        Die Verlegung des Bahnhofs auf das frühere Güterbahnhofsgelände mit Beseitigung des Bahnübergangs wäre eine sinnvolle Überlegung, wenn es die erwähnten und nicht zielführenden Kleinkriege zwischen Grundstückseigentümern und Stadt nicht gäbe. Vorteile und Nachteile des Grossen Wurfs und der kleineren Lösung liegen auf der Hand und sollten wegen ihrer Komplexität nicht Gegenstand einer Internet-Diskussion sein. Die Machbarkeit von vornherein infrage zu stellen bedarf keines Kommentars. Wenn man wirklich "will", dann dauert die Planung und Umsetzung nichte weitere Jahre. Zu erinnern sei in diesem Zusammenhang an das völlig überdimensionierte Stadtbussystem, welches einschl. aller damit verbundenen Kosten seit Einführung den Steuerzahler bereits mehr als 10.000.000!! Euro gekostet hat.

        23.02.2012 17:50
        Antwort auf Tieferlegung des Gleisbetts
        Die vorliegende Planung soll eine realistische Perspektive darstellen. Die Abstimmungen, die für eine Tieferlegung notwendig wären, würden das Projekt um Jahre verzögern. Und es bleibt die Frage, welche Vorteile dadurch entstehen und ob diese im Verhältnis zum Aufwand stehen? Ist das Ankommen und Fahren nicht Teil der Qualität, die einen kleinen, in Zukunft hoffentlich feinen Bahnhof und einen belebten Bahnhofplatz ausmachen?
        23.02.2012 17:49
        Antwort zu DER GROSSE WURF
        Zitat von G. Heimburger
        "Der immer wieder vollmundig von sogenannten und selbsternannten Verantwortlichen angekündigte "GROSSE WURF" ist der Rahmenplan mit Sicherheit nicht! Es fehlen schlichtweg die Zukunftsperspektiven."

        Wir haben uns bemüht, mit dem vorliegenden Rahmenplan ein umsetzungsorientiertes Konzept vorzulegen, das die Grundlage für eine (hoffentlich nicht allzu ferne) Zukunftsperspektive darstellt. Sie helfen uns sehr, wenn Sie verdeutlichen, was Ihnen denn fehlt zum "Großen Wurf".
        23.02.2012 17:47
        Antwort Parkplatzsituation
        Der derzeit vorliegende Rahmenplan stellt einen Ansatz dar, die städtebaulich dringend notwendige Neuordnung des Geländes wieder aufzugreifen. Dabei ist die derzeitige Nutzung des Geländes als Parkplatz eine wirtschaftlich und gestalterisch wenig attraktive Lösung. Eine verkehrliche Untersuchung wird im weiteren Planungsprozeß durchgeführt werden und dabei auch die Fragen nach der zukünftigen Parkplatzsituation aufgreifen. Grundsätzlich wird dabei von standardmäßiger Auslastung ausgegangen und nicht von Sondereereignissen wie z.B. Weihnachtsmärkten.
        23.02.2012 17:07
        Hotel am Bahnhof
        Der vorgelegte Plan zeigt einen zweistöckigen Unterbau plus vier Vollgeschosse, was zusammen mindestens 18m Traufhöhe ergibt, noch dazu auf der ganzen Breite der Talsohle. Dies ist ein sehr massiver Eingriff in das Kronberger Stadtbild, vor allem in der aufgelockerten kleinteiligen Bebauung rund um den Bahnhof. Der Hinweis auf ein paar hohe Gebäude an der Bahnhofstraße ist nicht relevant, stehen diese doch an einem Steilhang, der sie weit überragt. Es geht um das Bild, das sich den Bewohnern und Reisenden bietet, wenn sie vor der Hotelfassade, die den Bahnhofsplatz dominieren wird, stehen. Die vorgelegte Planung schafft dort ganz konträr zum Umfeld eine großstädtische Anmutung, die auf Basis der vorgelegten Pläne nicht transparent wird, weil die richtige Perspektive fehlt. Neben dem visuellen Eindruck, den man ja bei einer Immobilie nicht mehr wegbekommt, stellt sich auch die Frage nach der Lebensfähigkeit eines solchen Hotels an diesem Platz. In Frankfurt sind 2011 fünf neue Hotels mit 683 Zimmern hinzugekommen, und in den kommenden 2 Jahren sind mindestens 10 weitere Hotels mit ca. 2150 neuen Betten geplant, bei einer aktuellen Belegung von 65%. Die Kronberger laufen also Gefahr, sich eine voluminöse Investitionsruine einzuhandeln. Des weiteren hat K Quadrat bei der Fragerunde des ASU nicht darlegen können, daß sie ein vergleichbares Hotelprojekt bereits einmal als Investor und Entwickler realisiert haben – die Website spricht von Arealentwicklung. Es ist an der Zeit, die Öffentlichkeit zu informieren über Absprachen, die bereits getroffen wurden, und darzulegen, wer investieren, wer planen und wer das Hotel betreiben wird.
        20.02.2012 15:20
        S-Bahnhof verlegen !
        Die Neugestaltung des Bahnhofsgeländes bietet die Chance, auch das Problem des beschrankten Bahnübergangs mit zu erledigen:
        Durch eine Verlegung des Bahnhofs hinter den heutigen Übergang kann die Straßen- und Wegeverbindung zwischen Schönberg und Kronberg ganz neu gestaltet werden. Ausreichend Fläche für eine neue S-Bahnstation steht zwischen dem Lager der Fa. Schulte und dem heutigen Bahnübergang zur Verfügung. Gleichzeitig werden weitere Flächen (heutige Gleisanlage) frei, die als zusätzliche Grün-/Freiflächen oder zur Wohnbebauung beplant werden können. Vielleicht ermöglichen es diese zusätzlichen Flächen, den Hotelkomplex weniger massiv bzw. dominant in die Umgebung einzuplanen. Die Lärmbelästigung für die Wohnbebauung wird sich durch die Verlegung ganz deutlich reduzieren, und damit auch der Aufwand für den erforderlichen Schallschutz.
        Die Qualität des Geländes wird sich m.E. in jeder Beziehung wesentlich erhöhen und dadurch evtl. entstehende Mehrkosten rechtfertigen. Dem steht ein nur unwesentlich längerer Fußweg zur zurückverlegten S-Bahnstation entgegen.
        Ob sich die Kosten tatsächlich erhöhen werden, bliebe zu ermitteln. Die Stationsverlegung wird ggf. (teilweise?) von der DB getragen; die Mehrflächen der heutigen Gleisanlage bringen ggf. zusätzliche Einnahmen.
        16.02.2012 15:51
        Bahnhof Kronberg unterirdisch
        Sehr geehrte Damen und Herren,
        nach einiger Mühe ist es mir nun gelungen im Internet den Weg zu Ihnen zu finden.
        Sie haben in Anlehnung an Stuttgart das Wort unterirdisch gebraucht. Dies ist gar nicht so dumm wie es vielleicht einige Mitbürger empfinden werden.
        Hat man denn schon einmal seriös an die Alternative der Tieferlegung der Gleise mit allen sich daraus ergebenden Möglichkeiten gedacht?? Hierzu gehören natürlich in erster Linie (lösbare) Fragen der Finanzierung, eine Bereinigung des Verhältnisses zu dem Grundstückseigentümer "alter Güterbahnhof" und ein breit angelegtes Einvernehmen mit den Anwohnern im Umfeld des Bahnhofs. Ich bin dezidiert der Auffassung, dass mit einer Tieferlegung des Gleisbetts gleichzeitig der unzeitgemäße Bahnübergang verschwinden könnte, es würde außerdem über den Gleisen mehr Bauland geschaffen, dem Bau einer Tiefgarage für die Pendler dürfte dann auch nichts im Wege stehen!
        Die Anwohner würden belohnt mit einer geringeren Lärmbelastung. Die unqualifizierten Äußerungen in Richtung Accenture und Fidelity sind schlichtweg falsch und nur Teil der leider auch in Kronberg vorherrschenden Neidkultur. Wissen denn die zahlreichen Schlauberger, die die Notwendigkeit der Errichtung eines Hotels anzweifeln, dass in der Nachbarstadt Oberursel das bestehende Mövenpick auf Vordermann gebracht werden soll und außerdem auf dem Gewerkschaftsgelände an der alten B 455 die Dorinth-Gruppe ein Hotel errichten wird und obendrein noch ein weiteres Hotel auf der Rückseite des Bahnhofs auf dem jetzigen Gelände von früher Aero Lloyd geplant ist?
        Wie aus Altakten ersichtlich liegt die hauptsächliche Schuld für die Fehlentwicklungen in Kronberg bei dem früheren Bürgermeister, der sich sinnigerweise für einen Platz im Statdtparlament beworben hatte, um sich dann, als die finanzielle Misere der Stadt immer offensichtlicher wurde, vornehm zu verabschieden, denn: er wäre dann ja auch mit der Aufräumung des von ihm hinterlassenen Augisstalls
        beschäftigt worden!!
        Der immer wieder vollmundig von sogenannten und selbsternannten Verantwortlichen angekündigte "GROSSE WURF" ist der Rahmenplan mit Sicherheit nicht! Es fehlen schlichtweg die Zukunftsperspektiven.
        15.02.2012 20:02
        Rentabilität ?
        1. Wie soll die Parkplatzproblematik z.Bsp. beim Weihanchtsmarkt, Flohmarkt oder anderen großen Publikumevents gelöst werden ? Stellt Accenture zum Ausgleich dafür sein Parkhaus zur Verfügung ? Wie sind hier die Vorstellungen ? 10 oder 20 öffentliche Plätze im Hotel machen die Kuh in solchen Fällen auch nicht fett.
        2. Schwerpunktmäßig wird der Hotelkomplex auf Grund von Wünschen seitens Accenture und Fidelity errichtet. Sollte eines der Unternehmen (ein Teil von Accenture steht bereits leer) Kronberg den Rücken kehren, wird der Hotelbetrieb noch weniger ausgelastet sein.
        3. Wie ist Plan B sollte das Hotel finanziell nicht tragbar sein ?
        4. Wieso findet man keine Alternativlösung für die leerstehenden Räumlichkeiten des Dt. Bank Schulungszentrums ?
        5. Ist dieser Prestigebau finanziell sinnvoll und kein weiteres Millionengrab wie die Berliner Platz Bebauung ? Es gibt bereits nicht wenig leerstehenden Wohnraum in Kronberg.
        6. Wie will man den zukünftigen Bewohnern das direkte wohnen am Bahngleis schmackhaft machen ? Als Stichwort sei der halbstündige Lärmfaktor und die Gefahr f. kleine Kinder genannt ?
        14.02.2012 12:39
        Dipl.-Ing.
        Um den Bahnhof und im dazugehörigen Parkhaus parken täglich an die 250 PKW,
        ausserdem stehen auf dem Platz vor dem Lokschuppen öfters 2-4 BUSSE!.

        Diese können doch unmöglich alle in Kronberg Süd einen Parkplatz finden, selbst wenn einige davon noch am heutigen Bahnhof einen Parkplatz finden.
        Die neuen zukünftigen Parkplätze brauchen Sie doch für die Hotelgäste und die Büroangestellten. Wie soll Ihre Rechnung aufgehen??