Polizei und Temmen: Kein Sicherheitsproblem herbeireden

Laut Bericht des Kronberger Boten vom 23.01.2020 behauptet der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Becker, dass Kronberg im Taunus ein Sicherheitsproblem habe und begründet dies mit „Vorfällen, über die jüngst in der Presse berichtet“ worden sei.

„Natürlich“, dies betont der Bürgermeister, „sind  Straftaten wie jüngst in Schönberg geschehen, nicht zu akzeptieren und auf das Schärfste zu verurteilen“. Temmen weiter: „Auch werden keinesfalls Probleme verharmlost und heruntergespielt, wie es in einer CDU-Pressemitteilung suggeriert wird. Ich warne eindringlich davor, ein Sicherheitsproblem herbeizureden.“

Dies sehe auch die Polizei so. So habe der Leiter der Polizeistation Königstein, Rüdiger Jesse, die Frage der Taunus Zeitung, ob Kronberg denn ein Sicherheitsproblem habe, geantwortet, dass Kronberg im Taunus gar „die letzte Kommune“ sei, die ihm im Zusammenhang mit Sicherheitsproblemen einfalle.

Gemäß jüngster Polizeistatistiken, so Temmen weiter, sei die Zahl der Straftaten in Kronberg im Taunus sogar rückläufig. Zugleich sei die Aufklärungsquote für Kronberg im Taunus zuletzt gestiegen. 

Die Stadt Kronberg im Taunus weist unterdessen die Behauptung (Kronberger Bote vom 23.01.2020) zurück, der Leiter des städtischen Ordnungsamts, Volker Humburg, habe sich gegen weitere finanzielle Mittel für private Sicherheitsdienste ausgesprochen. Temmen: „Herr Humburg hat das keinesfalls angeraten. Er hat im Rahmen der Haushaltsberatungen vielmehr berichtet, dass durch bereits zusätzlich zur Verfügung gestellte Mittel schon erste Erfolge erzielt worden sind, in Form einer rückläufigen Zahl an Straftaten und auch einen Rückgang an Beschwerden bei der Polizei.“

Dass die Verwaltung das Thema Sicherheit und Ordnung genau im Blick habe, zeige unter anderem die Teilnahme der Stadt am Programm „KOMPASS“ des Polizeipräsidiums Westhessen. Temmen: „In diesem Rahmen wurde gerade erst 10 so genannte Senioren-Sicherheitsberater ausgebildet, die in Kronberg im Taunus zum Einsatz kommen werden.“ Im Zuge von „KOMPASS“ würden auch umfangreiche Analysen für Kronberg im Taunus erhoben, deren Ergebnisse und Erkenntnisse im Rahmen der 2. Sicherheitskonferenz im Frühjahr 2020 Thema seien, so Temmen.

Grundsätzlich, so Temmen, schrecke polizeiliche Präsenz und der Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten vor Straftaten ab. Die Einsatz-Intensität der „Privaten“ könne die Stadt erhöhen, nachdem die Stadtverordnetenversammlung für den Haushalt 2020 zusätzliche Mittel für deren Beschäftigung bereitgestellt habe.

Zum Antrag der KfB, den Berliner Platz per Video zu überwachen, werde sich die Verwaltung im Rahmen der Beratungen des zuständigen Fachausschusses äußern. Wie Temmen betont, habe der Gesetzgeber hohe Hürden für die Inbetriebnahme von Video-Überwachungen gesetzt. Nur, wenn sichergestellt werden könne, dass alle gesetzlichen Vorgaben des Datenschutzes eingehalten werden können, sei überhaupt an eine Inbetriebnahme zu denken.

Stadtverwaltung Kronberg im Taunus

Stabsstelle Medien & Wirtschaftsförderung

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