Kronberg setzt mit anderen Verbandskommunen die erste Vor-warnstufe in Kraft

Verbrauch steigt zu stark – Wasserampel auf „Gelb“


Es ist die erste Warnstufe und der nachdrückliche Appell an die Menschen der Burgstadt, den Wasserverbrauch zu senken. „Wir reden hier nicht davon, dass die Bevölkerung das Zähneputzen, Duschen oder Kochen einschränken soll – auch das Gießen der Blumen ist noch kein Problem“, unterstreicht Jakob Schäfer, Betriebsleiter der Kronberger Stadtwerke. Die eigentlichen Treiber des Wasserverbrauchs sind einmal mehr die Rasensprenger und Berieselungsanlagen, die vor allem in den Abend- und Nachtstunden das wertvolle Trinkwasser Kubikmeter weise über Kronberger Gärten ausschütten. Schäfer: „Wir müssen und sollten hier keine Phantomdiskussionen führen und nach anderen Gründen suchen. Wir können an unseren Verbrauchszahlen sehr genau ablesen, wann und wo der Verbrauch nach oben schießt.“

Diese Form der Wasserverschwendung sei keine Herausforderung, die sich nur in Kronberg auftue, so Schäfer. Auch in den Nachbarorten kenne man die Problematik nur zu gut. Aus diesem Grund hätten sich alle im Wasserbeschaffungsverband Taunus zusammengeschlossenen Kommunen dafür entschieden, die Wasserampel gemeinschaftlich auf „Gelb“ zu schalten. Schäfer: „Obwohl wir in den Sommermonaten bereits den Bezug an Fremdwasser spürbar erhöhen, um Spitzenzeiten abzudecken, reicht dieses Plus in diesen Tagen kaum aus, um den sehr stark steigenden Verbrauch aufzufangen.“

Mit Erreichen der Gelbphase und damit der ersten Vorwarnstufe sind folgende Maßgaben verbunden, an die sich die Bevölkerung zu halten hat:

Trinkwasser ist sparsam und nur dort zu verwenden, wo es wirklich notwendig ist. Wer nicht auf Regen- oder Brauchwasser zurückgreifen kann, sollte maximal zwei Mal pro Woche den Garten bewässern. Rasenflächen sollten gar nicht mehr bewässert werden. Trinkwasser sollte auch nicht für das Waschen von Fahrzeugen oder die Außenreinigung von Gebäuden, Terrassen oder ähnlichen Flächen verwendet werden. Pools, Zisternen und sonstige Wasserspeicher dürfen nicht mit Trinkwasser befüllt werden. Wer größere Wassermengen zum Beispiel für Bautätigkeiten benötigt, muss sich vorab mit dem Wasser-werk der Stadt Kronberg abstimmen.

„Wenn wir uns alle gemeinsam an diese Vorgaben halten und unseren Trinkwasserverbrauch auf das wirklich Notwendige zu konzentrieren, wird es uns ganz sicher gelingen, diese Trockenperiode gut zu meistern“, unterstreicht der Betriebsleiter der Kronberger Stadtwerke. Sollte dies jedoch nicht gelingen, werde man nicht umhin kommen, die Wasserampel im nächsten Schritt auf Rot zu schalten, die Vorgaben spürbar zu verschärfen und gegebenenfalls so-gar den Trinkwassernotstand auszurufen. Schäfer: „Dass wir dazu nicht gezwungen werden – das zu verhindern sollte unser aller Anliegen sein.“

Weitere Informationen zur Funktionsweise der Wasserampel und Tipps zum Wassersparen finden sich online unter www.kronberg.de.