Im Zuge der Sitzung hatte das Gremium die von den Wahlvorständen als ungültig gewerteten Stimmzettel ein weiteres Mal geprüft und einige davon doch noch für gültig erklärt.
Stadtverordnetenversammlung
Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung galt dies für 33 Stimmzettel. Die sich daraus ergebenden 493 zusätzlichen Stimmen wurden durch das Wahlamt nacherfasst und sind jetzt Teil des festgestellten Endergebnisses. Dieses stellt sich wie folgt dar: CDU 32,88 %, SPD 13,27 %, GRÜNE 15,75 %, FDP 12,79 %, KfB 14,93 %, UBG 4,98 % sowie Volt 5,41 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,91 Prozent, der Anteil an ungültigen Stimmzettel letztlich bei 3,11 Prozent. Die Nacherfassung der Stimmen hatte keinen Einfluss auf die schon im vorläufigen Ergebnis ausgewiesene Sitzverteilung.
In der neuen Kronberger Stadtverordnetenversammlung, die sich am 16. April 2026 konstituiert, wird die CDU mit elf Sitzen vertreten sein, Grüne und KfB werden jeweils fünf Sitze einnehmen, SPD und FDP jeweils vier und UBG und Volt je zwei Sitze. Einzig innerhalb der KfB-Fraktion hat sich durch die hinzugekommenen Stimmen eine Verschiebung gegenüber dem vorläufigen Ergebnis ergeben. Hatte Dr. Jochen Eichhorn hier noch auf Platz drei und sein Kollege Dr. Kai Neumann auf Platz 4 gelegen, so tauschen beide KfB-Vertreter im Endergebnis jetzt die Plätze. Beide hatten und haben ihre Mandate für die Stadtverordnetenversammlung damit sicher.
Ortsbeiräte
So wie bei der Stadtverordnetenversammlung hatte der Wahlausschuss gleichermaßen die ungültigen Stimmen bei den Ortsbeiratswahlen ein zweites Mal geprüft. Und auch hier wurden 33 Stimmzettel abweichend von der Entscheidung des Wahlvorstandes durch den Wahlausschuss für gültig erklärt. Acht davon entfielen auf den Kronberger Ortsbeirat, 18 auf den Ortsbeirat in Oberhöchstadt und sieben auf das Schönberger Stadtteilgremium. Die nachträgliche Erfassung der damit verbundenen Stimmen hatte in allen drei Ortsbeiräten keinen Einfluss auf die im vorläufigen Ergebnis aufgeführte Sitzverteilung. Lediglich im Ortsbeirat Oberhöchstadt rückte Christine Bonaventura innerhalb der CDU-Liste vom zweiten auf den ersten Platz, während ihre Parteifreundin Michaela Ambrosius von Platz 1 auf 2 wechselte. Hierbei gab eine Stimme den Ausschlag. Beide Christdemokratinnen werden dem Ortsbeirat angehören.
Das vom Wahlschuss festgestellte Ergebnis für die Wahl des Kronberger Ortsbeirats liest sich wie folgt: CDU 29,47 %, SPD 16,16 %, GRÜNE 16,94 %, FDP 17,16 %, KfB 17,70 % und UBG 2,58 %. Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: CDU und KfB jeweils zwei Sitze, SPD, Grüne und FDP jeweils einen Sitz. Die UBG wird im Kronberger Ortsbeirat nicht vertreten sein. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 60,63 Prozent, der Anteil der ungültigen Stimmen bei 2,98 Prozent.
Kristina Fröhlich, die für die FDP zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung wie auch zu der des Kronberger Ortsbeirats angetreten war und in beiden Fällen für die Liberalen die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, hat bereits ihren Verzicht auf das Mandat für den Ortsbeirat erklärt. Nach Auskunft des Wahlamts ist Dr. Frank Matzen der erste Nachrücker auf der FDP-Liste.
Für die Wahl des Oberhöchstädter Ortsbeirats hat der Wahlausschuss folgendes Ergebnis festgestellt: CDU 35,13 %, SPD 12,32 %, GRÜNE 19,64 %, FDP 10,21 %, KfB 9,94 % und UBG 12,76 %. Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: CDU erhält zwei Sitze, jeweils ein Sitz geht an SPD, Grüne, FDP, KfB und UBG. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,80 Prozent, der Anteil der ungültigen Stimmen bei 3,48 Prozent.
In Schönberg haben die Ortsbeiratswahlen dieses Ergebnis erbracht: CDU 28,42 %, SPD 13,12 %, GRÜNE 13,34 %, FDP 16,49 %, KfB 20,35 % und UBG 8,28 %. Die Sitze verteilen sich wie folgt: CDU zwei Sitze, SPD, Grüne, FDP, KfB und UBG erhalten jeweils einen Sitz. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,03 Prozent, der Anteil der ungültigen Stimmen bei 3,37 Prozent.
Vonseiten der FDP haben Holger Grupe wie auch der erste potenzielle Nachrücker der Liberalen, Stefan Griesser, bereits ihren Verzicht auf den Sitz im Ortsbeirat erklärt. Beide haben auch Mandate für die Stadtverordnetenversammlung inne. Der nächste noch nicht berufene Nachrücker von der Liste der FDP für den Schönberger Ortsbeirat ist damit Dr. Christian Gans.
Ausländerbeiratswahl
In seiner Sitzung am 20. März hat der Wahlausschuss der Stadt Kronberg im Taunus zudem das Ergebnis der Wahl des Ausländerbeirats festgestellt. Gegenüber dem vorläufigen Ergebnis ergaben sich hier keine Veränderungen. Die Wahlbeteiligung lag bei 9,53 Prozent, der Anteil der ungültigen Stimmen bei 6,08 Prozent. Die 1622 gültigen Stimmen verteilen sich folgendermaßen: Katharina Knoche 362 Stimmen, Dr. Deepika Agarwal 265 Stimmen, Levent Cigerdelen 232 Stimmen, Marie Tomeba Noubissi 212 Stimmen, Gilles Vibert 195 Stimmen, Daniel Minchot Canalda 183 Stimmen sowie Mercè Bofill Cardona 173 Stimmen.
Da alle Kandidatinnen und Kandidaten auf einer gemeinsamen Liste angetreten waren und sich deren Zahl mit der der zu vergebenden Sitze deckte, haben alle Bewerberinnen und Bewerber ihr Mandat im neuen Ausländerbeirat sicher.
Das Wahlamt der Stadt Kronberg im Taunus weist darauf hin, dass gegen die Gültigkeit der Wahl gemäß § 25 KWG in Verbindung mit § 55 Abs. 1 KWO jeder Wahlberechtigte des Wahlkreises binnen einer Ausschlussfrist von zwei Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung des Wahlergebnisses schriftlich oder zur Niederschrift Einspruch erheben kann. Dieser ist anzumelden beim Wahlleiter der Stadt Kronberg im Taunus, Katharinenstraße 7, 61476 Kronberg
im Taunus. der Einspruch ist innerhalb der Einspruchsfrist im Einzelnen zu begründen.
Der Einspruch eines Wahlberechtigten, der nicht die Verletzung eigener Rechte geltend macht, ist nur zulässig, wenn ihn 1 Prozent der Wahlberechtigten, mindestens jedoch 5 Wahlberechtigte unterstützen; bei mehr als 10 000 Wahlberechtigten müssen mindestens 100 Wahlberechtigte den Einspruch unterstützen. Die Frist zur Erhebung von Einsprüchen gegen die Gültigkeit der Wahl läuft vom Tag der Bekanntmachung an.

