In einer aktuellen Wortmeldung geht der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) davon aus, dass der strenge Winter mit seinem häufigen Wechsel von Plus- und Minusgraden insbesondere kommunale Straßen in Deutschland stärker geschädigt hat als in den Vorjahren. Die Kosten für das Beheben der Schäden könnten laut ADAC in die Milliarden gehen.
Dass die Straßen in und um Kronberg davon nicht verschont geblieben sind, davon sei auszugehen, unterstreicht Kronbergs Erster Stadtrat Heiko Wolf in einer Mitteilung und kündigt an: „In der Hoffnung, dass der Winter 2025/26 doch langsam aber sicher sein Ende erreicht haben dürfte, gehen wir jetzt in die Bestandsaufnahme.“ Das Augenmerk werde dabei auf den Straßen liegen, für deren Erhalt die Stadt verantwortlich zeichnet. Bundes-, Landes- und Kreisstraßen fielen, wie es die Bezeichnungen schon vermuten ließen, in die Zuständigkeit übergeordneter Behörden.
Hessen Mobil, so Wolf, habe auf Anfrage der Stadt bereits mitgeteilt, dass man derzeit „wieder die Bearbeitung von Fahrbahnschäden aufgenommen“ habe. Seien die Ressourcen zuletzt vorrangig im Winterdienst gebunden gewesen, so die Auskunft der Landesbehörde, sei man jetzt bestrebt, Schadstellen zu beheben und die Verkehrssicherheit weiterhin aufrecht zu halten. Hierzu würden entsprechende Schäden im gesamten Streckenbezirk von Hessen Mobil aufgenommen, priorisiert und abgearbeitet.
Wolf: „Bis zum Abschluss unserer Bestandsaufnahme und der Behebung der festgestellten Schäden möchten wir alle Verkehrsteilnehmer bitten, mit gebotener Voraussicht und Vorsicht auf den heimischen Straßen unterwegs zu sein.“ Wer darüber hinaus Hinweise auf gravierende Frostschäden im Fahrbahnbelag oder Fußweg weitergeben wolle, so der Bau-Dezernent der Burgstadt, sei herzlich eingeladen, dies online über das städtische Anregungs- und Ereignismanagement (AEM) zu tun. Dieser sogenannte Mängelmelder findet sich über die entsprechende Mobilfunk-App oder auf der Homepage der Stadt unter www.kronberg.de/de/online-services/maengelmelder-aem/.
Hinweis: In seiner aktuellen Mitteilung geht der ADAC auch der Frage auf den Grund, wie Frostschäden entstehen. Ein wichtiger Faktor seien dabei Temperaturschwankungen. So erklärt der Automobilclub: „Schwankt das Thermometer immer wieder um den Gefrierpunkt, kann Regen oder Schmelzwasser an Rissen und anderen vorgeschädigten Stellen in die Straßenschichten einsickern.“ Gefriere das Wasser, dehne es sich aus und sprenge den Asphalt weiter auf. Wenn es taue, bildeten sich unter der Straßenoberfläche Hohlräume, die mit der Zeit vom Verkehr eingedrückt würden. So entstehe ein Schlagloch, in das erneut Wasser eindringen könne. Eher unproblematisch seien hingegen länger anhaltende Frostperioden.

