Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte

Gleichstellungsstelle & Frauenbeauftragte


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Bei der Stadtverwaltung Kronberg im Taunus werden auch Aufgaben aus dem Verfassungsauftrag zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen wahrgenommen.

Dabei ist zu trennen zwischen der Gleichstellungsbeauftragten und der Frauenbeauftragten. Zwar werden diese Funktionen in Kronberg von einer Person ausgeübt, die Grundlagen und Wirkungskreise sind jedoch unterschiedlich. Die Gleichstellungsbeauftragte nach der Hessischen Gemeindeordnung wirkt nach außen, also in das Gemeinwesen Kronberg im Taunus. Die Frauenbeauftragte hingegen wirkt innerhalb der Stadtverwaltung und der Stadtwerke.

 Warum braucht es eine Gleichstellungsbeauftragte?

  • Weil Frauen immer noch weniger verdienen als Männer…
  • Weil Frauen immer noch weniger in Führungspositionen und in der Politik vertreten sind als Männer.
  •  Weil Altersarmut weiblich ist. Sie verdienen immer noch weniger wie Männer (Hessen derzeit 14,5% bei Vollzeittätigkeit und gleicher Arbeit*)
  • Weil Frauen die Hauptlast der Familiensorge, der Kinder-erziehung und Pflege der Angehörigen zu tragen haben.
  • Weil Frauen auf der Welt und in Europa noch immer wegen ihres Geschlechts unterdrückt und benachteiligt werden und Opfer von häuslicher Gewalt, Abtreibungen , Zwangsehen, Ehrenmorden und sexueller Verstümmelung sind

Gleichstellungarbeit ist Lebensphasenorientierung von Frauen und Männern!

 Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte arbeitet immer in einem spannungs- und konfliktreichen Feld. Sie gehört zur Arbeitgeberseite, berät die Dienststelle, überwacht den Frauenförder- und Gleichstellungsplan und dessen Umsetzung.

Seit Januar 2016 gilt das novellierte Hessische Gleichberechtigungsgesetz (HGlH), das für die Städte und Kommunen verbindliche Regelungen beinhaltet.

Die Frauen-& Gleichstellungsbeauftragte gibt Hilfestellungen für die betriebliche Umsetzung des HGlH, achtet auf korrekte Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und entwickelt interne und externe Maßnahmen zur Chancengleichheit im Beruf für beide Geschlechter, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur Abhilfe von Armut im Alter, zur Vermeidung häuslicher Gewalt, zur Unterstützung von  Alleinerziehenden und Migrantinnen. Weltweit leiden Frauen ( und ihre Kinder) deutlich mehr  unter kriegerischer Gewalt und Flucht, Abtreibung, Zwangsverheiratung, Ehrenmord oder sexueller Verstümmelung auf ihrem Weg in ein friedliches Leben.

 Querschnittsaufgaben der Gleichstellungsbeauftragten:

  • über verschiedene Themen zu informieren und Informationsmaterial bereitzustellen.
  • zu beraten und zu unterstützten - vertraulich und kostenlos, um in  individuellen Problemstellungen weiterzuhelfen.
  • sich einzusetzen und Einfluss zu nehmen auf verschiedene politischen Ebenen für die Interessen von Frauen und Mädchen.
  •  Rahmenbedingungen, Kooperationen und Organisationen Frauen und Männer im Sinn von Chancengleichheit ausbauen.
  • Veranstaltungen und Projekte zu bestimmten Themen durch zuführen.
  • Fortbildungsveranstaltungen zu organisieren und anzubieten.
  • „Gleichstellung“ muss bewusst kontinuierlich, zielorientiert entwickelt und vorgetrieben werden.

 Nein zu Gewalt  

Die Gleichstellungsbeauftragte stellt Öffentlichkeit zur Gewaltthematik her, um betroffenen Menschen eine Anlauf- und Vermittlungsstelle zu sein. Es ist nicht ein persönliches Problem einzelner, sondern ein Ausdruck von Gewaltkultur, die von der Gesellschaft viel zu oft schweigend hingenommen wird. Dieses Schweigen gilt es mit Projekten und  Maßnahmen zu brechen. Eine Kommunen mit Zukunft profitieren von gesetzlichen Regelungen, die der sexualisierten Gewalt vor allem gegen Frauen und Mädchen und gegen Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen Einhalt gebietet. Sie sichern den wirksamen Schutz vor geschlechtsbezogener Gewalt und tragen aktiv zur Prävention bei.  Der Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes ist nicht verhandelbar!

„Kronberg sagt NEIN zu Gewalt“,  jedes Jahr am 25. November “ Kooperation mit Beratungsstellen (Logo ), bietet Selbstbehauptungskurse an und hat Anlaufstellen „Leon Hilfeinseln“ eingerichtet, um bei Gefahren oder Bedrohungen schnelle Hilfe zu erhalten u.a. „Frauen helfen Frauen“, (Logo) .

Im  HIP ein Kooperationsprojekt  im Bereich „häuslicher Gewalt“  (Hochtaunuskreis Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt) arbeitet die Gleichstellungsbeauftragte aktiv mit und Stellt Öffentlichkeit her. So wurden Anlaufstellen „Leon Hilfeinseln“ (Foto) für Kinder seit 2015 eingerichtet um im Stadtgebiet das Gefühl von Sicherheit und Aufmerksamkeit im Falle von Angst oder Bedrohung zu verbessern. App: „RefuShe“ Google Playstore (Anders und Gleich).

 

 Projekte der Gleichstellungsstelle sind:

„Girls go technic“  MINT – das Aktionsbündnis der Frauen-& Gleichstellungsbeauftragten, setzt auf kommunaler Ebene die Palette breiter beruflicher Ausbildungsmöglichkeiten fort und für beide Geschlechter gilt es zu schaffen, festgefahrene tradierte Geschlechterrollen zu verändern. Die Kommune selbst muss in ihrer Vorbildfunktion als Arbeitgeberinnen dabei mit dem Angebot von flexiblen Arbeitszeiten, Telearbeit, mobiler Arbeit, Home Office- Vereinbarungen alle Möglichkeiten ausschöpfen, Beschäftigte mit Sorge -Aufgaben ohne Nachteile im eigenen Karriereverlauf in den entsprechenden Phasen ihres Lebens zu unterstützen. So sind die Kronberger Ausbildungsbörse, Projektwochen an Schulen positive Ansätze  Kooperationen auf Augenhöhe zwischen Verwaltung, Schule, Unternehme, Organisationen und Verbänden entstehen zu lassen und bietet neue berufliche Chancen um der Altersarmut von Frauen entgegenzuwirken.

www.girls-go-technic.de. Die Stadt Kronberg nimmt an Girls- und Boys-Day-Veranstaltungen regelmäßig teil. (Logo)

 

Nicht zu vergessen:

Die Verleihung des Kronberger Frauenpreis am 8.März und Kronberger Frauenwoche mit Themenschwerpunkten wie:

Wiedereinstieg in den Beruf, Arbeitswelt 4.0 - Digitalisierung, Gesundheits- und Unternehmerinnen-Foren, Internationaler Frauentreff und weitere gleichstellungsbezogene Gesprächsthemen der Zukunft .

oder

  • Gesundheitsressourcen und Umgang am Arbeitsplatz- Gesundheitsmanagement in der Verwaltung und in Unternehmen, Organisationen ist Teil der inhaltlichen Gleichstellungsarbeit.
  •  Scheidung, Trennungsfragen in Kooperation mit „pro familia“ und allen Beratungsstellen.
  •  Fragen zu Mutterschutz oder Geburt werden vertraulich behandelt, weitergeleitet dorthin wo Hilfsangebote zu finden sind. Logo einfügen (Hilfetelefon 08000116016) und der „medizinischen Kinderschutzambulanz“ www.kinderschutzambulanz-fankfurt.de, Tel: 069 63015560/ 5249 (24h)
  •  Alleinerziehende Elternteile - ob Mann oder Frau - haben vielfältige Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen. Emotional und materiell sind alleinerziehende Elternteile stark gefordert und dazu noch gesellschaftlich unter Druck, bringen die Versorgung und Erziehung eines Kindes oft an deren Grenzen. Umso wichtiger sind Freiräume und die Fähigkeit, Hilfe anzunehmen, sich mit gleichgesinnten auszutauschen und soziale und gesellschaftliche Kontakte auszubauen.

Der Kronberger Alleinerziehenden Treff bietet dazu Gelegenheit.

  • Was ist Gender? Eine Fragestellung die immer mal wieder auftaucht… Die vielfältigen Herausforderungen einer künftigen Gesellschaft sind nur zu meistern, wenn ein klarer Genderblick selbstverständlich und handlungsleitend ist. Gender ist weit mehr, wie  die weiblich oder männliche Sprachform. Die Genderkompetenz gilt daher als eine Schlüsselqualifikation für betriebs- und gesellschaftsbezogene Gleichstellung der Geschlechter und eine erfolgreiche Umsetzung von Gleichstellungsstrategien. 
  • Ziel zukünftiger Gleichstellungsarbeit ist es:
  • Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in allen Kommunen, der Wirtschaft und politischen Entscheidungsgremien umzusetzen. Damit werden die Sichtweisen und Potentiale von Frauen ihrem Anteil an der Bevölkerung entsprechend wirksam und Kommunen erfolgreich. Entscheidungen werden in ihrer Bedeutung für die Lebenswirklichkeit von Männern und Frauen, bewertet und damit zielgruppengerecht ausgestaltet und eine passgenaue Daseinsvorsorge, ein schonender Umgang mit den kommunalen Ressourcen und ein faires und vielfältiges gesellschaftliches Miteinander angestrebt.