Die einzige Pflicht, die sich für willige Wahlberechtigte daraus ergibt, ist, darauf zu achten, dass der richtig ausgefüllte Stimmzettel auch wirklich bis Sonntag, Schlag 18 Uhr, das Kronberger Wahlamt erreicht hat. Sei es per Briefwahl oder auch ganz klassisch über die Wahlurnen in einem der zehn Wahllokale in Kronberg, Oberhöchstadt und Schönberg, die am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet haben werden.
Gegenüber der Kommunalwahl vom 14. März 2021 ist die Zahl der Wahlberechtigten in Kronberg leicht zurückgegangen. Damals durften noch 14.100 Bürger der Burgstadt ihre Kreuzchen setzen. Ein Recht, von dem damals 7419 Kronbergerinnen und Kronberger Gebrauch gemacht und damit für eine Wahlbeteiligung von 52,62 Prozent gesorgt haben. Vor allem Corona bedingt vor fünf Jahren zur Stimmabgabe sehr gefragt: die Briefwahl. Ein Trend, der sich auch in diesem Jahr fortsetzt, obschon die Pandemie Geschichte ist. Stand 5. März hatten bereits über 3940 Wahlberechtigte in Kronberg ihre Briefwahlunterlagen angefordert. Bis zum eigentlichen Wahltag sollte diese Zahl die 4000er-Marke sicher noch überschreiten.
Etwa ein Viertel der bisherigen Briefwähler hat die Gelegenheit auch gleich genutzt und im Bürgerbüro direkt gewählt. Dort stehen noch bis kommenden Freitag, 13. März, zu den jeweiligen Öffnungszeiten zwei Wahlkabinen und eine Urne für alle bereit, die sich den Postweg sparen wollen. Den gleichen Zweck erfüllt ein Briefkasten vor der Stadthalle. Hier können Wahlbriefe auch am Samstag und am Sonntag noch bis 18 Uhr eingeworfen werden. Danach geht dann nichts mehr.
Kannte man bis 2001 auch bei den Kommunalwahlen in der Regel schon am eigentlichen Wahlabend das Ergebnis, so ist das seit der Einführung des Kumulierens und Panaschierens vor 25 Jahren nicht mehr zu schaffen. Zwar gibt diese Form der Stimmabgabe den Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit, die zur Verfügung stehenden Kreuzchen passgenauer und über Parteigrenzen hinweg auf einzelne Kandidatinnen und Kandidaten zu verteilen. Es kostet allerdings auch Zeit.
Zum einen bei der Stimmabgabe. Allein in Kronberg kann jeder Wahlberechtigte 33 Stimmen für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung, 71 Stimmen für den Kreistag und noch einmal 7 Stimmen für den Ortsbeirat verteilen. Zum anderen aber auch bei der Auszählung.
Sonntag werden nur „Listenstimmen“ ausgezählt
Dementsprechend werden die örtlichen Wahlvorstände der zehn Wahllokale und fünf Briefwahlbezirke am Wahlsonntag nur die sogenannten „Listenstimmen“ auszählen. Das sind dann die Stimmzettel, bei denen lediglich eine der zur Wahl stehenden Parteien oder Gruppierungen angekreuzt wurde. Für die Kronberger Stadtverordnetenversammlung sind dies in diesem Jahr: CDU, Grüne, KfB, SPD, FDP, UBG und erstmals auch Volt.
Ausgezählt wird in folgender Reihenfolge: Erst die Stadtverordnetenversammlung, dann der Kreistag und dann die Ortsbeiräte. Der Ausländerbeirat, der ebenfalls am Sonntag gewählt wird, wird am Wahlabend noch nicht ausgewertet.
Endergebnis voraussichtlich bis Mittwoch
Alle Stimmzettel, auf denen kumuliert und panaschiert wurde, werden erst am Montag und wenn nötig auch am Dienstag in der Stadthalle ausgezählt. Alle Auszählvorgänge sind öffentlich. Die Bekanntgabe des eigentlichen Wahlergebnisses erfolgt je nach Fortschritt am Dienstag oder auch erst am Mittwoch. Der Wahlausschuss der das Ganze dann amtlich macht, tritt am 20. März um 18 Uhr zusammen.
Die ersten Zahlen zur Wahl, die bereits am Sonntagabend veröffentlicht werden, sind daher nur „Trendergebnisse“. An denen kann man zwar schon gut ablesen, wer die großen Gewinner und Verlierer der Wahl sein dürften. Im Vergleich zum amtlichen Endergebnis können sich aber immer noch Verschiebungen von eins bis zwei Prozent ergeben. So wie das auch 2021 bei der Kommunalwahl in Kronberg der Fall war.
Im Trend lag die CDU da bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung bei 26,27 Prozent, die Grünen rangierten bei 20,19 Prozent, die KfB bei 17,56 Prozent, die SPD bei 15,35 Prozent, die FDP bei 15,30 Prozent und die UBG bei 5,34 Prozent. Das amtliche Endergebnis sah wie folgt aus: CDU 27,03 Prozent, Grüne 17,88 Prozent, KfB 16,63 Prozent, SPD 16,14 Prozent, FDP 16,11 Prozent und UBG 6,21 Prozent.
Zudem sagt der Trend vom Sonntag noch nichts darüber aus, in welcher personellen Zusammensetzung die Fraktionen in die jeweiligen Gremien einziehen werden.
Trendergebnis online und im Rathaus
Wer sich über das Trendergebnis informieren möchte, dem bieten sich am Wahlabend verschiedene Möglichkeiten. So können Interessierte von 18 Uhr an im Sitzungssaal des Rathauses auf einer Leinwand den Fortgang der Auszählung verfolgen.
Überdies werden das Trend- wie auch das spätere Endergebnis über die digitalen städtischen Kanäle (Homepage/Social Media) bekannt gemacht. Eine weitere Option, sich online auf dem Laufenden zu halten, bietet der sogenannte „Votemanager“. Unter https://wahlen.votemanager.de/ und der Eingabe „Kronberg“ im folgenden Suchfeld finden sich dann nicht nur die Zahlen zur aktuellen Wahl, sondern auch viele Ergebnisse von früheren Urnengängen.

