Hans Jörg Hessel und Alexander Milberg übernehmen Kronberger Wehrführung – Nachwuchsarbeit bei den Burgstadt-Wehren wird künftig auf mehrere Schultern verteilt

„Es muss immer Verlass aufeinander sein“


Zuvor jedoch war es am Rathauschef der Burgstadt die bisherige Wehrführung aus ihrem Ehrenbeamtenverhältnis zu entlassen. Fünf Jahre und damit eine volle Wahlzeit hatten Wehrführer Philipp Milberg und sein Stellvertreter Thomas Dihn gemeinsam die Geschicke der Burgstadt-Brandbekämpfer gelenkt. Neben der Entlassungsurkunde gab es dafür von Bürgermeister König vor allem eines: einen herzlichen wie nachdrücklichen Dank.

Im Beisein von Stadtbrandinspektor Thorsten Nuhn (2.v.li.), Erstem Stadtrat Heiko Wolf und Fachreferatsleiter Daniel Höber (v.re.) führte Bürgermeister Christoph König (li.) den neuen Wehrführer der Kronberger Feuerwehr Hans Jörg Hessel und dessen Stellvertreter Alexander Milberg (4. und 5.v.re.) in ihre neuen Ämter ein. Das neue Führungsduo folgt auf Philipp Milberg (3.v.re.) und Thomas Dihn (3.li.).


Aus seiner eigenen Erfahrung als Feuerwehrmann wisse er nur zu gut, so der Rathauschef, wie viel Zeit und Einsatz eine solche Führungsaufgabe erfordere. Und das zusätzlich zu dem, was schon der Dienst in der Einsatzabteilung mit sich bringe. Genau der werden Milberg und Dihn auch nach ihrem Abschied aus der Wehrführung treu bleiben. König: „Ihr seid ja nicht weg aus der Feuerwehr, und es gibt nach wie vor viel, was man tun kann.“

An die Nachfolger Hans Jörg Hessel und Alexander Milberg gewandt, verwies Kronbergs Bürgermeister darauf, dass Feuerwehr nur in guter Zusammenarbeit funktionieren könne. „Es muss immer Verlass aufeinander sein“, betonte König verbunden mit den besten Wünschen für ein glückliches Händchen in der Führung der Kronberger Feuerwehr.

Dass für deren Fortbestand und Zukunft die Jugendarbeit von größter Bedeutung ist - dessen ist man sich in den Reihen der Brandbekämpfer mehr als nur bewusst. Das zeigte sich auch bei der Feierstunde im Kronberger Feuerwehrstützpunkt. Allein in diesem Jahr, so Stadtbrandinspektor Thorsten Nuhn, würden acht Kräfte aus dem eigenen Nachwuchs über die sogenannte „Parallelausbildung“ frühzeitig an den Dienst in der Einsatzabteilung herangeführt.

Ein Erfolg, der vor allem auch den Kameradinnen und Kameraden zu verdanken ist, die sich ehrenamtlich um die Heranführung der Kinder und Jugendlichen an die Feuerwehr kümmern. Die im Nachwuchsbereich geleistete Arbeit sei „wirklich hervorragend“, unterstrich Nuhn. Um sich hier für die Zukunft noch breiter aufzustellen, wurden in den freiwilligen Feuerwehren in Kronberg und Oberhöchstadt jetzt die Positionen von stellvertretenden Jugend- und Kinder-feuerwehrwarten geschaffen. Die habe es bislang nicht gegeben, so Kronbergs Stadtbrandinspektor.

Sie sorgen als stellvertretende Kinder- und Jugendwarte künftig dafür, dass die Nach-wuchsarbeit der freiwilligen Feuerwehren auf mehrere Schultern verteilt wird: Emil Sonntag, Tatjana Romanova, Lukas Zwiener (3. bis 5.v.li.) und Michael Reitinger (2.v.re.). Dass die per-sonelle Aufstockung der Nachwuchsförderung der richtige Weg ist, davon sind Stadtjugend-feuerwehrwart Nico Zubrod (3.v.re.), Stadtbrandinspektor Thorsten Nuhn (3.v.li), dessen Stellvertreter Marcus Lawritsch (li.) ebenso überzeugt wie Kronbergs Bürgermeister Chris-toph König (2.v.li.) und Erster Stadtrat Heiko Wolf (re.).


Die Verantwortlichen im Bereich der Nachwuchsarbeit hätten jedoch schlüssig erklärt, warum es wichtig und richtig sei, die Führung auch hier auf mehrere Schultern zu verteilen. So könnten auf diesem Wege nicht nur größere Gruppen betreut, sondern auch potenzielle Nachfolger für die Positionen der Jugend- und Kinderfeuerwehrwarte aufgebaut werden. „Wir sind von dieser Initiative absolut überzeugt und stehen voll hinter Euch“, wandte sich Thorsten Nuhn an die neuen Führungsduos der Nachwuchsabteilungen.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Kronberg weiß Jugendfeuerwehrwart Nico Weber ab sofort Lukas Zwiener als Stellvertreter an seiner Seite. Bei der Kinderfeuerwehr wird Dominik Höhn künftig von Tatjana Romanova unterstützt. Die Jugendfeuerwehr in Oberhöchstadt wird von nun an von Eric Groß und dessen

Vize Emil Sonntag geführt, während sich für die Kinderfeuerwehr Helmut Berner und sein Stellvertreter Michael Reitinger verantwortlich zeichnen.