Wie das Umweltreferat mitteilt, wurde die Rinde des Straßenbaums auf einer Fläche von circa 65 mal 25 Zentimeter abgelöst. Die abgelösten Rindenteile lagen bei der Begutachtung der 30 Jahre alten Linde noch am Boden. Eine Bürgerin hatte die Stadt über den Vorfall informiert.
„Der angerichtete Schaden liegt vermutlich im vierstelligen Bereich“, unterstreicht Referatsleiterin Yvonne Richter. In dem Betrag enthalten seien die Fällung und Entsorgung des beschädigten Baumes, die Rodung des Wurzelstocks, die Neubeschaffung eines Jungbaums sowie die erforderlichen Pflegemaßnahmen. Abgesehen von den Kosten ist es vor allem die Tat an sich, die Richter Kopfschütteln lässt. „Wer macht so etwas und vor allem warum?“, fragt sich die Diplom Biologin in Diensten der Kronberger Stadtverwaltung. Die Rinde sei für den Baum nicht nur „Haut“, sondern Teil seines Versorgungs- und Schutzsystems. Wenn man dieses System, wie im vorliegenden Fall, so massiv schädige, sei ein langsames Absterben der Pflanze die Folge. Dies sei auch das Ergebnis der Begutachtung gewesen, weshalb man sich für die Entnahme des elf Meter hohen und bis zur Tat kerngesunden Baumes entschieden habe. Richter: „Wir haben in dieser Sache bereits Anzeige gegen unbekannt erstattet.“ Sollte es Zeugen geben, die zur Aufklärung des Vorfalls beitragen können, so bittet die Stadtverwaltung darum, diese Informationen per E-Mail an umwelt@kronberg.de oder telefonisch unter der Rufnummer (06173) 7032420 weiterzugeben. Die Wahrung der Vertraulichkeit ist selbstverständlich.

