Über Oberhöchstadt
Oberhöchstadt um 1908 (Aus: "Auf zum Taunus")


Oberhöchstadt ist der Stadtteil Kronbergs, dessen Geschichte am weitesten zurückreicht: Zum ersten Mal urkundlich erwähnt für das Jahr 782, durch einen Eintrag im Güterverzeichnis des Klosters Lorsch, dem Güter in "eichenstat" geschenkt werden.
Der Siedlungskern Oberhöchstadts befand sich am Hang des Stuhlbergs, abseits wurde eine frühmittelalterliche Turmhügelburg angelegt, deren letzte Überreste im 19. Jahrhundert untergingen. Die Besitzverhältnisse der Grundherren im Oberhöchstädter Gebiet wechselten, auch Herren von Kronberg hatten zeitweise hier Besitz. 1581 kam Oberhöchstadt unter die Herrschaft des Kurfürstentums Mainz, 1802 wurde es nassauisch, 1866 fiel es an Preußen.

Nachdem die erste Kirche am Stuhlberg baufällig geworden war, wurde 1722 die neue Pfarrkirche St. Vitus fertiggestellt. 1849 wurde ein Schulhaus erbaut. Traditionell häufig ausgeübtes Handwerk in Oberhöchstadt war die Lehm-Putzerei, aus der sich Mitte des 18. Jahrhunderts die Ziegelbrennerei als Haupthandwerkszweig entwickelte. Sie wurde durch die fabrikmäßige Fertigung in Ringofenziegeleien Ende des 19. Jahrhunderts verdrängt.  
Mit Technisierung und zunehmender Mobilität veränderten sich Erwerbsmöglichkeiten, die Zahl der Einwohner wuchs. Einschneidende Veränderungen erfuhr Oberhöchstadt nach 1945. Durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen und verstärktem Zuzug von Pendlern entstanden die Waldsiedlung und weitere Neubaugebiete.


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