Vielen Kronbergerinnen und Kronbergern ist er sicherlich vertraut, und auch vielen Autofahrern von auswärts, die auf der Frankfurter Straße unterwegs sind, dürfte er schon aufgefallen sein: der aus Sandstein gehauene Ritter, der in einer Grünanlage an der Ecke Hartmuth- und Frankfurter Straße betend vor einem Kreuz kniet.
Dass es sich dabei um eine Skulptur des 1573 verstorbenen Ritters Caspar II. von Cronberg handelt und sein Standbild noch heute dort steht, wo sich bis zur Wende des 19. zum 20. Jahrhundert der alte Kronberger Friedhof befand – das dürfte längst nicht allen bewusst sein, die hier vorbeikommen oder spazieren gehen.
Um die Geschichte der Begräbnisstätte wie auch der teils prominenten Burgstädter, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben, zu erzählen, haben Kronbergs Stadtarchivar David Johann Weber und seine Amtsvorgängerin und frisch gebackene Saalburgpreis-Trägerin, Susanna Kauffels, eine kleine Ausstellung vorbereitet. Der Titel: „Kronbergs fast vergessene Ruhestätte“. Nach deren Erst-Vorstellung anlässlich des „Rendezvous in Kronberg“ am 13. September 2026 sind die Schautafeln ab sofort und für die nächsten Wochen in der Kronberger Stadtbücherei, Hainstraße 5, zu sehen.
Geöffnet ist die Stadtbücherei regulär wie folgt: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag von 15 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr.
