Gewässerschutz

Gewässerschutz

Die Fließgewässer Kronbergs sind schnell fließende kleine Bäche des Mittelgebirges. Nicht nur in Kronberg haben diese für unsere Landschaft so typischen Gewässer, stellenweise durch Einengung des Bachbettes, künstlicher Ausbau der Bachsohle und Tiefenerosion bei Hochwasser ihr natürliches Gepräge verloren. Mit möglichst einfachen Mitteln (Beseitigung von künstlichem Verbau, Aufweiten und Anböschen der Ufer, Ufer- und Sohlbefestigung mit standortgerechtem Taunusquarzitsteinen, vielgestaltige Ufervegetation, Einbau von Störsteinen und Totholz als Ruhezonen und Nahrungsgrundlage für Kleinlebewesen und Fische) werden Bachabschnitt naturnah mit einer verbesserten Gewässerökologie und Hochwassersicherheit wiederhergestellt.

Zahlreiche Maßnahmen an Rentbach, Westerbach, Schönberger Bach, Hohwiesenbach, Winkelbach und Sauerbornsbach wurden in den vergangenen Jahren ausgeführt. Die beiliegenden Bilder zeigen anhand von Beispielen den Zustand vor und nach den Sanierungsarbeiten.

Westerbach

Westerbach im Sommer 2004 vor der Sanierung:


Das steil verbaute Ufer aus Beton- und Basaltsteinen bricht zusammen. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers ist durch diese Bauweise sehr hoch und die Tiefenerosion schreitet sehr schnell voran. Heraus gespülte Teile der Uferbefestigung sammeln sich in der Bachsohle und stellen Abflusshindernisse dar, die bei starken Niederschlagsereignissen das Wasser über die Ufer treten lässt.



Westerbach nach der Sanierung im Spätsommer 2004:


Eine angeschrägte Uferböschung, teilweise mit großen Wasserbausteinen aus Taunusquarzit befestigt, vermindert die Abflussgeschwindigkeit und somit das Hochwasserrisiko. Die Tiefenerosion wird vermindert und die Lebensgrundlagen für Wasserbewohner verbessert.




Hohwiesenbach

In Selbsthilfe von Gartenanliegern aufgetürmter Uferschutz vor der Sanierung des Hohwiesenbaches im Bereich zwischen Pfarrer-Müller-Weg und Mühlbachweg (2005). Abgelagerter Kompost und Holz- und Stahlstangen lösen sich bei Hochwasser, überspülen das umliegende Gelände und setzen Keller unter Wasser.

Der Hohwiesenbach ein Jahr später nach der Sanierung:

Die vielgestaltige Ufer- und Bachsohlengestaltung bietet Fischen und Kleinlebewesen ausreichend Nahrung und Ruhezonen. Die Hochwassersicherheit wurde wiederhergestellt.



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