Integriertes Klimaschutzkonzept

Integriertes klimaschutzkonzept der stadt kronberg im taunus

2015 hat die hessische Landesregierung ambitionierte Klimaschutzziele für Hessen beschlossen: Spätestens bis zum Jahr 2050 soll Hessen klimaneutral sein und die Emissionen der Treibhausgase sollen mindestens um 90 % gegenüber dem Jahr 1990 reduziert werden. Die Bundesregierung hat diese Ziele jüngst noch einmal verschärft und strebt nun die Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 an.

Die Kommunen erfüllen dabei Vorbildfunktionen, weshalb die Stadt Kronberg im Taunus ein eigenes Klimaschutzkonzept erstellt und dies nun veröffentlicht hat. Mit einer ambitionierten Zielsetzung: Kronberg soll bereits bis 2035 klimaneutral werden. Seit Anfang 2021 beschäftigt die Stadt einen eigenen Klimaschutzmanager, der die Maßnahmen koordinieren soll.

Das Klimaschutzkonzept dient als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten. Es wurde in den letzten zwei Jahren unter der Einbeziehung der Kronberger Bürgerinnen und Bürger, der lokalen Zivilgesellschaft, der Politik und der Unternehmen erstellt. Der in diesem Zuge ins Leben gerufene Kronberger Klimabeirat tauscht sich regelmäßig zu Klimaschutzthemen aus und bündelt seine Kompetenzen für gemeinsame Projekte. Denn: Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Stadtverwaltung will mit gutem Beispiel vorangehen, aber die Mitwirkung aller Menschen, die in Kronberg leben oder arbeiten, ist eine entscheidende Voraussetzung für das Erreichen der ehrgeizigen Klimaziele.

In Kronberg versprechen der Ausbau der Solarenergie sowie Einspar- und Effizienzmaßnahmen, um den Energieverbrauch zukünftig zu senken, die größten Potenziale. Darüber hinaus stehen die Themen Nachhaltiges Bauen, Erstellung eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes mit der Förderung von klimaneutralem Verkehr sowie die Umstellung auf eine klimaneutrale Verwaltung im Fokus. Um sich an die bisher schon spürbaren Folgen des Klimawandels wie Hitze, Trockenheit oder Starkregen anzupassen, wird gerade ein eigenes Konzept erarbeitet, das die Potenziale und Handlungsmöglichkeiten zusammenfasst.

Zur Erreichung der Klimaneutralität sind 39 kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen im Klimaschutzkonzept definiert. Für die nächsten drei Jahre wurden zudem erneut Fördermittel vom Bund beantragt, die das Klimaschutzmanagement bei der Umsetzung unterstützen sollen.

Für 2023 sind eine Machbarkeitsstudie zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur in Kronberg und kommunale Förderprogramme für Photovoltaik- und Solarthermieanlagen sowie für Dach- und Fassadenbegrünungen geplant. Im Herbst soll die zweite Kronberger Klimawoche in Verbindung mit dem Apfelmarkt stattfinden.

Hier finden Sie das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Kronberg im Taunus zum Download:

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages


Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Der Projektträger Jülich stellt im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit der Stadt Kronberg im Taunus im Rahmen der Fördermaßnahme „Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld – Kommunalrichtlinie“ Fördermittel zur „Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts für die Stadt Kronberg im Taunus (Erstvorhaben)“ zur Verfügung. Das Förderkennzeichen des Vorhabens lautet 03K14926 und die Laufzeit erstreckt sich vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2022. Auf der Internetpräsenz des Projektträgers Jülich erhalten Sie weitere Informationen. 

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